AfD – Analoges für Deutschland

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Der Ursprung der AfD wird gerne aus dem Versagen der sogenannten „Volksparteien“ heraus erklärt. Das ist falsch. Das schnelle Erstarken der AfD und vergleichbarer Parteien in anderen europäischen Ländern ist durch reine Abwanderbewegungen von Wählerlagern nicht zu erklären. In ihm entlädt sich vielmehr fanalartig ein tiefer wurzelndes, existentielles Unbehagen gegenüber der Veränderung der Welt, das auf die mit Lichtgeschwindigkeit voran schreitende Digitalisierung zurück zu führen ist. Denn der Moment, an dem die AfD Fahrt aufnahm, fällt mit dem allgemeinen Heraufdämmern der Erkenntnis zusammen, daß die globale Digitalisierung und der globale Kapitalismus ein und dasselbe sind. Weiterlesen

Unsere Moslems

Ich frage mich, ob wir nicht gerade dabei sind, in unseren öffentlichen Diskursen und auch in unseren Köpfen eine islamistische Gesellschaft zu konstruieren, die es so gar nicht gibt. Und das hat viel mit der Über-Medialisierung einer bestimmten Ausprägung des Islam, des politischen Islam, zu tun, der für jede Schreckensbotschaft herhalten muß. Weiterlesen

Bloy: Die Strategie der Gutmenschen

Unbenannt

Das konformistische Denken ist ein militärisches Denken, viel tiefgründiger, als man meint, und es besteht darin, unendlich zurück zu weichen, um dann desto besser springen zu können. Es ist eine bewundernswerte Strategie. Man befindet sich also vor dem Feind. Vielleicht wäre es ganz einfach, ihn zu besiegen, indem man ihn mit Entschiedenheit angreift. Gelegenheiten hierfür gibt es viele. Aber Konformist zu sein ist etwas ganz anderes als Draufgänger zu sein, vor allem dann, wenn es um das eigene Geld und um die eigene Haut geht. Die klassische Verzögerung ist also angesagt. Man zieht sich stolz und geschickt zurück, man überlässt dem Feind alles, was er sich nehmen will, im Notfall schickt man ihm großzügig Waffen, Munition und Deserteure, wenn man sieht, daß seine Front durchhängt. Man hat übrigens auch die Möglichkeit, den Feind zu unterhalten, indem man ihm die Plünderung religiöser Häuser oder die Folter armer, wehrloser Priester und Familienväter erlaubt. Die christliche Nächstenliebe der Konformisten verbietet ihnen, sich dagegen zu stellen, denn das könnte ja Unangenehmlichkeiten mit sich bringen. Nur keine Umstände, sagen sich diese Helden, vor allem keine blutigen. Reicht es nicht aus, die Feinde aus der Ferne mit juristischen Bomben oder Granaten zu belegen, die von unbestrittener Wirkung sind? Und wenn das dann nicht reicht, dann gibt es ja immer noch den Ausweg, ehrenhaft zu kapitulieren und von den hohen Befestigungen in den klaren und ruhigen Strom des eigenen Gewissens hinab zu springen, nach man eine reiche Ernte von Arschtritten eingefahren hat.

(Exégèse des lieux communs, Être bien pensant ou reculer pour mieux sauter)

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Der Bloy-Katechismus: PROPHETEN und TRÄNEN

Unbenannt

 

Im November 2017, anläßlich von Bloys 100. Todestag, erscheint mein „Bloy-Katechismus“, ein mehr als 1000-seitiges Buch mit wissenschaftlichem Anspruch, das in Form einer annotierten und illustrierten Enzyklopädie alle katholischen Zitate in Bloys Werk sammelt – von der Korrespondenz über die veröffentlichten und unveröffentlichten Tagebücher und seine Prosa bis hin zu den Widmungen, die einen eigenen, relevanten Textkorpus darstellen. Dieses Buch soll Bloy als einen eminenten geistlichen Autor etablieren, der mit seinem Schreiben an seiner Heiligung arbeitete. Das Buch steht im Kontext eines größeren Unternehmens, mit dem die Autoren des Renouveau Catholique als Kirchenväter der Moderne dargestellt werden sollen und das die katholische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts als die Fortsetzung der Theologie mit poetischen Mitteln erweisen will. Eine Fortsetzung, die durch die Zerstörung des christlichen Fundaments durch die französische Revolution in Kraft gesetzt wurde. Einen vergleichbaren systematischen Zugang zu Léon Bloys Werk wie diesen „Katechismus“ gibt es auch in Frankreich nicht. 90 Prozent des verarbeiteten Materials ist noch nie ins Deutsche übersetzt worden. Hier ein kleiner Auszug aus den Kapiteln „Propheten“ und „Tränen“.

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Entretien: François-Xavier de Boissoudy, Peintre

Boissoudy François Xavier

Comment êtes-vous venu à la foi chrétienne?
Par mes parents, par le long travail souterrain que Dieu accomplit chaque jour, et par l’émerveillement reçu lorsqu’un jour j’ai été touché par Sa présence.

Dans quelle mesure votre oeuvre est-elle influencée par votre biographie?
Dans la mesure où l’émerveillement est la source de mon travail de peintre. J’ai repris inconsciemment les éléments de cet après-midi là, faite de guérison intérieure et aussi la belle lumière de cette journée de printemps. À partir de ce moment-là, j’avais quelque chose à raconter pour toute une vie de peintre. Weiterlesen