Ernest Hello, Die Heiligen drei Könige. Aus: Physionomies de Saints (1875).

erneste-hello-2

Der französische Schriftsteller Ernest Hello (1828-1885) war schon zu Lebzeiten ein Unbekannter – aber ein großer. Er übte einen wichtigen Einfluß auf Autoren wie Georges Bernanos (Tagebuch eines Landpfarrers) und Paul Claudel aus. Sein wichtigster Schüler, Léon Bloy, sah in Hello einen Vordenker der wahrheitssuchenden Einsamkeit. Immer wieder erinnerte Bloy in seinen Tagebüchern und Essays an den Vergessenen – nicht zuletzt, weil er in ihm einen Schicksalsgefährten sah. Bloys Bekehrung zum Katholizismus hat dem Freund Hello viel zu verdanken. Bloy war geradezu magnetisiert von Hellos Stil, von dem latinisierenden Duktus seiner Prosa, von Hellos heiliger Einfachheit, von seinen plötzlichen, wie Lichtblitze durch den dichten Text zuckenden Visionen, vor allem von Hellos Interpretation der sichtbaren Welt als einer durchgängigen Symbolschrift, die es zu entschlüsseln gilt. Hellos alles durchdringender poetischer Blick macht ihn zu einem poeta vates – zu einem prophetischen Seher. Hier knüpfte Bloy an in seinem Versuch, die Geschichte und die Gegenwart als eine fortgesetzte Offenbarung zu lesen und die Rolle des Dichters aus dieser theologischen Aufgabe abzuleiten.

1828 in der Bretagne geboren, widmete Hello, derauf engstem Raum wirkte und nur ganz wenig Vertraute und Freunde hatte, sein ganzes Leben dem Schreiben und der Übersetzung mystischer Texte. Unter anderem machte erAngela von Foligno und Jan van Ruysbroek dem französischen Publikum bekannt. Sie wurden zu zwei wichtigen geistlichen Quellen des französischen Renouveau Catholique. Als Hellos zentrales Werk gilt L’Homme. La Vie – La science – L’art (1872; auf Deutsch 1935). Seine eindrucksvollen Physionomies de Saints (1875) wurden unter dem Titel Heiligengestalten 1934 zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt und dann in den fünfziger Jahren mehrfach nachgedruckt. Eine umfassende Rezeption dieses großen mystischen Dichters steht in Deutschland aber noch aus. Die nachfolgende Neuübersetzung des ersten Abschnitts der Heiligenbilder soll ein erster Schritt in diese Richtung sein.

Surge, illuminare, Jersualem; quia venit lumen tuum

Jahrhunderte waren über die Flammen Jesajas hinweggegangen, ohne sie auszulöschen. Das Echo seiner Schreie hallte immer noch nach, zumindest im Herzen der Jungfrau Maria. Das unklare und taube Warten der Menschheit wurde schärfer, es konkretisierte sich in drei Herrschern aus dem Orient. Magier waren die wichtigsten Personen im Morgenland. Man darf sich nicht von ihren Namen täuschen lassen und sie für Zauberer halten. Sie waren Weise, und sie waren Könige; denn im Morgenland waren Weise Könige. Die hohe Wissenschaft der Hochantike – so, wie sie der Orient verstand – trug Zepter und Krone.

Sie wurden von einem Stern benachrichtigt; denn sie waren Astronomen. Dieses Gesetz, kraft dessen die Erwählten ihrer Natur gemäß erwählt und ihrem Charakter entsprechend angerufen werden, habe ich bereits festgehalten. Jede Vision, jede Erscheinung, jedes göttliche Wort, ob innerlich oder äußerlich, ähnelt auf gewisse Weise demjenigen, der sehen oder hören soll. Sie setzt sich in ein Verhältnis, sie bestimmt sich nach dem Namen, den ihr Betrachter, der für sie auserwählt wurde, in der unsichtbaren Welt trägt. Und deshalb wurden die Könige aus dem Morgenland, die weisen Könige, die Bewahrer der antiken Traditionen, die auf Bileam zurückgehen, die Sterndeuter-Könige, die Könige, die sich mit den Dingen des Himmels beschäftigen, die Könige, die ganz leise das geheimnisvolle Echo einer antiken Tradition vernommen hatten: Orietur stella, Es wird ein Stern aufgehen, die auserwählten und heiligen Könige, die zu dritt die Berufung der Völker repräsentierten, deshalb also wurden sie von einer Stimme angerufen, die ihrer Größe würdig war: Sie wurden gerufen durch einen Stern.

Melchior vertrat den Stamm von Sem; Kaspar den Stamm von Ham; Balthasar den Stamm von Jafet.

So wurde Cham versöhnt. Und die Kanaaniterin wird das Antlitz desjenigen sehen, den der Stern ankündigt und sie wird Cham bezwingen mit einem Gebet.

Mir scheint, als habe die Malerei es niemals geschafft, diese Szene in ihrer ganzen Größe, die ihr zu eigen ist, darzustellen. Die Flut war vorüber; die Wasser hatten sich zurückgezogen. Die drei Stämme der menschlichen Familie kamen ganz nah zu Noah, in Person ihrer Stammväter. Noah trennt sie voneinander; Noah segnet und verflucht. Die Jahrhunderte währende Kraft seiner Segnung und seiner Verfluchung trennt die menschliche Rasse; sie beugt das Haupt von Ham unter das Joch von Sem und Jafet.

Ganz nahe an der Krippe von Bethlehem, ganz nahe bei Jesus Christus, dessen Vorspiegelung Noah war, sind die drei Stämme wieder vereint. Kaspar, der Sohn Hams, begleitet Melchior, den Sohn Sems, und Balthasar, den Sohn Japhets. Keinerlei Untergebenheit lastet auf Kaspar: er nimmt den gleichen Platz ein wie die anderen. Die Nationen werden durch die Personen ihrer Repräsentanten vertreten; keine empfindet für die andere Neid. Alle werden vom gleichen Stern gerufen. Sie verbindet die gleiche Anziehung, die für alle gleichermaßen himmlisch, gleichermaßen majestätisch ist, und sie beugt ihnen das Knie in derselben Anbetung.

Die drei Stämme des menschlichen Geschlechts vernahmen mit der gleichen Klarheit den Widerhall des Psalms LXXI: „Die Könige von Tarschisch und von den Inseln werden  Geschenke bringen,/die Könige von Saba und Seba werden mit Gaben kommen,/Alle Könige werden ihm huldigen,/alle Völker ihm dienen müssen“.

Woher kamen sie? Genau wissen wir es nicht; aber alles deutet darauf hin, dass sie aus dem „glücklichen Arabien“ kamen. Das Land mit dem seltsamen Namen wurde von den Kindern, die Abraham mit Katura, seiner zweiten Frau, zeugte, bevölkert; von Jokshan, Sabas Vater; und von Medan, dem Vater von Efa.

Die Natur der überbrachten Geschenke deutet auf diese Herkunft hin: Gold, Weihrauch und Myrrhe kommen aus Arabien.

Welches Drama war ihre Reise! Stellen wir uns Könige vor, die ganz plötzlich, nur im Vertrauen auf einen Stern, ihre Paläste, ihren Thron, ihre Länder verlassen! Welcher Glaube liegt in diesem Aufbruch! Und welche Jugendlichkeit! Und welche Leidenschaft! Welche Suche nach dem Licht! Jene Männer, die beim ersten Signal ihre orientalische Ruhe und den Frieden ihrer herrschaftlichen Häuser verliessen und diese für die Anstrengungen und Gefahren einer enormen Reise aufgaben, die ohne zu zögern aufbrachen ins vollkommen Ungewisse, das vor ihnen lag, müssen sehr frei von äußeren Anhänglichkeiten gewesen sein, von allen Gewohnheiten, von allen Förmlichkeiten und allen Vorurteilen.

Sie weichen nicht zurück; sie sagen nicht: „Morgen“; sie brechen noch am gleichen Tag auf. Die Kamele tragen die schweren Lasten durch diese leeren und fast unbekannten Räume; denn in dieser Zeit und an diesem Ort waren Reisen wohl ebenso selten wie schwierig. Nur der Stern wies ihnen den Weg. Er war ihr einziger Begleiter, schweigsam und geheimnisvoll. Auch die Reise selbst muß still verlaufen sein. Der Stern war das Abbild des inneren Lichts, das ihnen leuchtete und sie leitete. Die Epiphanie war ihr Licht! Epiphanie! Welch ein Wort! Die Offenbarung! In der Hauptstadt Judäas angekommen, fragen sie nicht, ob der König der Juden tatsächlich geboren worden sei, sondern bloß, an welchem Ort es war. Ihr Vertrauen war absolut. Diese Tatsache ist sicher. Wir haben Seinen Stern gesehen, sagten sie, und wir sind gekommen, Ihn anzubeten. Ihre Frage bezieht sich allein auf den Ort seiner Geburt.

Sie hatten keinerlei menschliche Angst oder Respekt. Sie sprachen die Dinge so aus, wie sie sie wußten, ohne Schonung für irgendetwas oder irgendjemanden. Sie fragten sich nicht, ob es klug sei, mit Herodes über den König der Juden zu sprechen, ob es nicht seltsam anmutete, von so weit her zu kommen, nur weil man an einen Stern glaubte. Sie fragten sich gar nichts; sie sprachen laut aus, was sie dachten. Und doch war es Herodes, zu dem sie sprachen, Herodes, der seine erste Frau Mariamne töten ließ und der sich dreier seiner Söhne entledigte, weil sie seinen Argwohn erregt hatten.

Aber die drei Weisen hatten genug Größe, um einfach sein zu können. Sie brechen auf, weil sie glauben. Sie sprechen, weil sie glauben. Sie finden, weil sie glauben; und während ihr naiver Glauben Demjenigen begegnet, den er sucht, schneidet Herodes, der geschickte Mann, der Gewitzte, der Berechnende, der feine politische Kopf, allen Kindern, denen er die Kehle nicht durchschneiden will, die Kehle durch und läßt nur Denjenigen am Leben, den er töten will.

Er ist listenreich, er täuscht, er gibt den Magiern Auskunft; er verlangt auch solche von ihnen. Er spielt mit der naiven Würde der hohen orientalischen Wissenschaft. „Wenn ihr Ihn gefunden habt, dann unterrichtet mich, damit auch ich Ihn anbeten kann“.

Und er verfängt sich in den Maschen seines eigenen Netzes: dabei verliert er nur sich selbst. Und er wird als einziger zum Opfer jener List, die er ergreift und für die er sich wahrscheinlich selbst beglückwünscht als zu einer Partie, die er sehr gut gespielt hat. Wie muß er sich über die drei Weisen lustig gemacht haben, als er ihr Vertrauen sah! Und wie müssen sich die drei Könige empört haben, dass sich die Juden nicht dazu herabließen, unter sich Denjenigen zu suchen, den der Orient aus so großer Ferne gesucht hatte.

Und wie muß ihnen diese schreckliche Wahrheit „Niemand ist Prophet in seinem eigenen Land“ ins Gesicht geschlagen haben! Welche Wirkung muß auf sie der Ort gehabt haben, an dem sie das Kind fanden! Sie kamen aus Arabien, um es anzubeten, und sie waren Könige.

Derjenige, zu dessen Anbetung sie gekommen waren, fand – schon vor seiner Geburt verjagt – in keiner Herberge einen Platz, um auf die Welt zu kommen. Alle Zimmer waren belegt; Maria und Joseph hatten keine Unterkunft gefunden.

Die schreckliche Einfachheit der Erzählung des Evangeliums beharrt nicht auf dieser kaum denkbaren Tatsache. Sie hält ruhig fest, dass es einfach keinen Platz in den Herbergen gab.

Die orientalische Pracht, die Gold, Weihrauch und Myrrhe ausbreitet und die die Könige auf ihren Kamelen mit ihrem Gefolge und ihren Geschenken heranbringt, diese freiwillige, von weit her kommende, begeisterte und fremde Pracht bringt das Verhalten der Menschen von nebenan, der Menschen aus diesem Land, eklatant zum Vorschein; sie füllen alle Gastzimmer, ohne einen Platz für denjenigen zu lassen, der sich zwischen einen Ochs und einen Esel flüchtet, weil er in seinem Land ist und der Stern ihn im Orient ankündigt.

Was ereignete sich in der Krippe? Welche Gestalt nahm die lebendige und jugendliche Anbetung dieser weisen und starken Männer an?

Was wäre das für ein Maler, der jedem der drei Könige die Physiognomie des Stammes gäbe, für den er steht; der auf ihre Stirn die Namen von Sem, Han und Jefat einschrieb; der ihre Anbetung im Geiste ihrer jeweiligen Familie darstellte; der den orientalischen Glanz in der Krippe von Bethlehem mit Prunk und ohne Anstrengung ausbreitete; und was wäre das vor allem für ein Maler, der auf die Gesichter von Joseph und Maria das Bewußtsein davon einzeichnete, was sich gerade ereignet!

Die Magier erhielten die Weisung, nicht mehr zu Herodes zu gehen, sie kehrten auf einem anderen Weg in ihre Länder zurück. Der Weg, der zur Krippe führt, wird kein zweites mal benutzt.

In seinem „Leben des heiligen Theodosius“ erzählt der Mönch Cyrill, dass sie große Straßen  und überfüllte Plätze mieden und sich Nachts in Höhlen zurückzogen, wo sie die Einsamkeit suchten. Wer vermag die Tiefe der Eindrücke zu ermessen, die sie erhalten hatten? Wer kann wissen, welchen Abdruck das Antlitz Desjenigen, den sie gesucht und gefunden hatten, in den auf diese Weise vorbereiteten Seelen hinterließ?

Nachdem sie auf einem anderen Weg nach Hause zurückgekehrt waren, lebten sie dort sicherlich ein anderes Leben. Treu bewahrten Sie den Schatz ihrer Erinnerung. Nach dem Tod und der Auferstehung Christi lebten sie noch eine lange Zeit.

Sie lebten immer noch, als der Heilige Thomas in ihrem Land ankam. Der Heilige Thomas, der den Auferstandenen gesehen hatte, taufte diejenigen, die Jesus Christus in der Krippe gesehen hatten. Vielleicht existiert eine geheimnisvolle Verwandtschaft zwischen dem Heiligen Thomas und den drei Königen.

Wenige Tage vor der Epiphanie wurden Anbeter von draußen herbeigerufen; es waren Hirten – Hirten, die abwechselnd die Nächte damit verbrachten, auf ihre Herden aufzupassen. Die ersten Anbeter, die herbeigerufen wurden, waren Könige und Hirten. Diese beiden Titel, die heute die äußersten Enden der sozialen Leiter markieren, waren früher fast Synonyme. In der Sprache und im Fühlen der Hochantike waren Könige die Hirten ihrer Völker. Überall wurden diejenigen, die herrschen, Hirten genannt; und die, die gehorchen, Schafe. Ich sagte, daß vielleicht eine geheimnisvolle Verwandtschaft den Heiligen Thomas mit den drei Königen verband. Eine andere geheimnisvolle, aber natürliche Verwandtschaft vereinigt vermutlich die Könige mit den Hirten. Die drei Könige waren gelehrt; die Hirten, die nächtens abwechselnd bei Bethlehem wachten, waren einfach.

Die Könige sahen einen Stern, weil sie Astronomen waren. Die Hirten sahen einen Engel, weil sie einfach waren.

Die Hirten erhielten einen Hinweis, der ihrem Charakter entsprach: „Ihr findet das Kind in Windeln gehüllt und gebettet in eine Krippe“.

Und eine große Menge himmlischer Geister stimmte in den Chor der Engel ein, um in der Heiligen Nacht zu singen:

„Gloria in Excelsis Deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis!“

Der gute Wille – ebenfalls eine einfache Sache, die kaum einen Platz in derjenigen Sprache findet, die der Volksmund „poetisch“ nennt – bricht in diesen Gesang der Engel nach dem Gloria, neben dem Gloria hervor; und diese beiden Worte, so nahe beieinander, erzeugen einen Effekt der Erhabenheit.

Das entscheidende Charaktermerkmal der Hirten war wahrscheinlich die Einfachheit.

Das der Könige war vielleicht der Glanz und die Großzügigkeit. Ich meine nicht nur die Großzügigkeit der Geschenke, des Goldes, des Weihrauchs, der Myrrhe, sondern die Großzügigkeit im Glauben, in der Anbetung, in der Unternehmung, in der Reise. Ich meine nicht nur die Großzügigkeit, die gibt. Ich spreche auch von der Großzügigkeit, die sich gibt.

Die Reliquien der Heiligen drei Könige wurden von Persien nach Konstantinopel gebracht. Die Heilige Helena ließ sie glanzvoll in der Hagia Sophia unterbringen. Zur Zeit des Bischofs Emmanuel brachte der Bischof Eusebius sie dann nach Mailand. Als Friedrich Barbarossa diese Stadt einnahm und plünderte, fanden die Reliquien der drei Könige in Köln eine letzte Gastfreundschaft.

Man hat sich immer wieder gefragt, was das für ein Stern gewesen ist, der die Weisen leitete. Die einen glauben, es sei ein absolut wundersamer Stern gewesen, der sich plötzlich über die Naturgesetze erhoben und nichts mit der Astronomie zu tun hatte.

Andere sagen: Ein normaler Stern könne niemals ein bestimmtes Haus anzeigen; er könne auf ein Land im allgemeinen hinweisen, aber keineswegs könne er präzise einen bestimmten Stall markieren; es müsse also ein Meteor gewesen sein, der der Erde sehr nahe war.

Andere schließlich rekurrieren auf eine dritte Erklärung, die ausführlich von den kleinen Bollandisten entwickelt wurde.

Nach einer astronomischen Hypothese, die von Dr. Sepp aufgenommen wurde, kann plötzlich ein neuer Stern am Himmel erscheinen, wenn drei Planeten in Konjunktion stehen. Im Jahre 1604 konnten die Astronomen eine solche Konjunktion der Planeten Saturn, Jupiter, Mars beobachten. Auf einmal erschien zwischen Mars und Saturn ein neuer Stern, zu Füßen des Schlangenträgers. Dieser Stern leuchtete außergewöhnlich stark und verbreitete um sich ein farbiges Licht.

Man berechnete, dass eine solche Konjunktion, die einen entsprechenden Effekt erzeugen könne, alle 800 Jahre einmal auftritt. Denn Saturn und Jupiter benötigen ungefähr 800 Jahre, den Zodiak zu durchlaufen.

Sieben Perioden von je ungefähr 800 Jahren sind seit der Erschöpfung der Welt verstrichen – Perioden, die wie die klimakterischen Tage der Menschheit erscheinen mögen:

Von Adam bis Enoch

Von Enoch bis zur Sintflut

Von der Sintflut bis zu Moses

Von Moses bis zu Jesaja

Von Jesaja bis zu Jesus Christus

Von Jesus Christus bis zu Karl dem Großen

Von Karl dem Großen bis zur Moderne, die mit der Erfindung des Buchdrucks beginnt

Der siebte Tag wäre unsere Zeit.

Ist der Stern der drei Könige das Ergebnis einer astronomischen Berechnung, oder ist es ein geradewegs wunderbarer Stern?

Niemand kann es sagen. Wie dem auch sei, Gott hat sowohl die natürliche wie die übernatürliche Ordnung geschaffen, und so ist sein Handeln in beiden Fällen gleichermaßen spürbar, gleichermaßen manifest, gleichermaßen unverhofft. Das Gold steht für die Macht; der Weihrauch steht für die Anbetung; die Myrrhe steht für die Buße – diese drei wurden Jesus Christus durch den ausdrücklichen Willen Gottes, der sich in einem Stern bekundete und von den Königen bezeugt wurde, geschenkt.

Advertisements
Weiterlesen "Ernest Hello, Die Heiligen drei Könige. Aus: Physionomies de Saints (1875)."