Printemps catholique (vf)

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Paris est, ce printemps, un endroit particulièrement intéressant pour les amateurs d’art catholique. D’une part, le musée du Petit Palais présente la première grande rétrospective consacrée au peintre Georges Desvallières (1861-1950), qui fut un ami de Georges Rouault et dut sa conversion à l’influence de l’écrivain Léon Bloy. Desvallières, élève de Gustave Moreau, partit du symbolisme pour devenir l’un des grands peintres figuratifs chrétiens du Xxème siècle. Dans son journal, Bloy consacra à son tableau Sacré-Coeur de fines et profondes interprétations. Weiterlesen

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FX de Boissoudy: „L’espérance, c’est l’amour du réel“ – „Hoffnung ist Liebe zur Wirklichkeit“

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Die Sit-In-Bewegung der Veilleurs entstand im April 2013 aus dem Umfeld der Manif pour tous. Sie tritt ein für eine christliche Erneuerung der Gesellschaft und für eine ganzheitliche Ökologie. Ziel ist eine „révolution calme des consciences par l’art et la culture“ (Delphine de Mallevoüe), also eine „friedliche Revolution der Gewissen durch Kunst und Kultur“ – ein Konzept, das man als einen neuen Renouveau catholique auslegen kann. Dazu werden in den durchwachten Nächten Texte gelesen und Lieder gesungen. In einer dieser Nächte trat der Maler François-Xavier de Boissoudy vor’s Mikrofon und las den folgenden Text, der präzis wie kein anderer den Zustand unserer Gesellschaft und ihrer Kunst beschreibt – mit einem kämpferischen Grundton, ohne zu klagen und ohne zu jammern. Wir müssen, so FXB, wieder lernen, die Wirklichkeit zu lieben und uns von ihr verzaubern zu lassen, um eine neue Kultur der Liebe und der Barmherzigkeit zu begründen. Keinem anderen Zweck dienen die Gesetze und die Kunst. Es gilt, den abstrakten Konstruktionen der Gesellschaftsideologen die Wahrheiten des Fleisches und der Spiritualität entgegen zu setzen.

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Der dunkle Ort des Erzählens

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Erzählen kommt von einem dunklen Ort. Erzählen entspringt dem Mythos. Seit mythischer Zeit ist Erzählen eine Form der Freiheit. Denn die Möglichkeit des Erzählens verbürgt die Möglichkeit eines Anderen. Der Seher allein trägt die Verantwortung für dieses Andere. Was er erzählte, stellt die Realität in Frage, und damit auch die Macht. Heute fühlen sich paradoxer Weise gerade diejenigen zum Erzählen berufen, die früher auf den ausgestoßenen Seher zeigten und ihn vor die Tore ihrer Städte verbannten: die storytellenden Mächtigen. Früher verstießen sie den Dichter, weil er sich nicht ihrer Herrschaft unterwarf. Er verweigerte sich, weil er andere Stimmen hörte als die der Herrschenden. Ihn riefen die Götter. Dem Seher allein vertrauten sie das Erzählen an, und ihnen allein vertraute er sich an. Erzählen war ein zweischneidiger Pakt. Der Ruf der Götter war Gnade und Fluch zugleich. Der Seher war geheiligt und ausgesetzt. Er war blind und sehend. Der „Seher“ ist das Subjekt mythischen Erzählens. Weiterlesen

Raspail spricht (3): Die Vorsicht hindert uns daran, im Wald unser Geschäft zu verrichten…

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Das Abenteuer beginnt bei Jean Raspail so: „Ich glaube, daß jeder normale Jugendliche nur davon träumt, zu fliehen, abzuhauen. Sonst muß man sich um ihn Sorgen machen“.

Zum dritten Großinterview des Sommers bat die Zeitschrift Éléments (http://revue-elements.com/). Es sollte um die „Kunst des Reisens“ gehen – nicht um die des Pauschaltouristen, sondern um das echte Abenteuer ohne Reiserücktrittsversicherung. Weiterlesen

Raspail spricht (2): Die Republik ist nur ein Provisorium

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Die Ermordung Ludwigs XVI. am 21. Januar 1793 hat nicht nur das Heilige abgeschafft, sondern das ganze französische Volk einem kollektiven Gedächtnis- und Geschichtsverlust preisgegeben – sagt der Schriftsteller Jean Raspail in einem Interview, dass er im August dem Figaro Magazine gab.

Bis heute berühren Raspail die Vereinsamung und die Demütigung, die der französische König vor seiner Hinrichtung ausgesetzt war, zutiefst. Man kann es in und zwischen den Zeilen lesen. Seine Nacherzählung der historischen Ereignisse des 21. Januar 1793 ist kein nüchterner Bericht, sondern in ihr vibrieren Ergriffenheit, Trauer, Wut. Seine Erzählung ist voller Details, die zeigen, dass das Geschehen für ihn nicht vergangen, sondern höchst gegenwärtig ist. Weiterlesen

Sommer 2015. Raspail spricht (1): Die Seele Frankreichs schläft und sie wird erwachen

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Sein Roman „Das Heerlager der Heiligen“ aus dem Jahr 1973 verstaubte bis vor kurzem noch in den Bücherregalen. Keiner kannte ihn. Jetzt erlebt das Buch eine Wiedergeburt ohnegleichen, in Frankreich und in Deutschland. Denn der Roman nimmt die Geschichte der Migrationswelle unserer Tage in wahrhaft prophetischen Bildern vorweg. Im Sommer 2015 hat Raspail sich in drei großen Interviews in der französischen Presse zu Wort gemeldet. Der Mann ist über 90 und den Medien nicht übermäßig wohl gesonnen. Er hat Besseres zu tun, als sich in das laute Tagegezänk einzumischen. So sind denn seine Einlassungen in das, was sich gerade in Europa ereignet, eher mythischer als politischer Natur. Aber die eine oder andere Spitze konnte er sich nicht verkneifen.

„Die Seele Frankreichs schläft und sie wird erwachen“ Weiterlesen