L’art de l’obéissance – Marie, Léon Bloy et François-Xavier de Boissoudy

  Paris, 23.5.2017 Guten Abend, meine sehr verehrten Damen und Herren, ich freue mich sehr, heute Abend zu Ihnen reden zu dürfen und bedanke mich ganz herzlich bei Guillaume Sebastien für die Einladung. Zunächst möchte ich mich bei Ihnen für mein sehr mangelhaftes Französisch entschuldigen – ein Umstand, der besonders ins Gewicht fällt, wenn man […]

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FRÜHJAHRSTAGUNG DER ERNST JÜNGER GESELLSCHAFT – 7.-9. April 2017, Kloster Heiligkreuztal

Ich habe die große Freude, das Programm der Frühjahrstagung der Ernst-und-Friedrich-Georg-Jünger Gesellschaft anzukündigen.
Das Symposium widmet sich ausschließlich dem Roman „Auf den Marmorklippen“ (1939) und fragt nach seinen ästhetischen und historischen Aussagen.
Anmeldungen nehmen wir ab sofort entgegen (oberlehp@googlemail.com).
Im Januar geht auch die neue Webseite der Gesellschaft online.
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Ernst Jüngers „Auf den Marmorklippen“ – eine literarische Auseinandersetzung mit dem NS-Regime
Kloster Heiligkreuztal, 7. – 9. April 2017
Freitag, 7. April
20.00 Eröffnung des Symposiums, Alexander Pschera und Thomas Bantle
20.15 Hans-Dieter Schäfer, Ernst Jünger und die literarische Moderne im Nationalsozialismus
21.30 Umtrunk
Samstag, 8. April
09.00 Sigfried Lokatis, Ernst Jüngers „Marmorklippen“ und die Hanseatische Verlagsanstalt
10.00 Detlev Schöttker, Wer ist Otho? Zur Rolle Brasiliens in den Marmorklippen
11.00 Kaffeepause
11.30 Michael Grossheim, „Attentate sind Scheinlösungen“. Ernst Jünger und der Widerstand
12.30 Mittagspause
14.00 Francois Poncet, Das Hohe Lied des Kalks – Gesteinsmetamorphosen bei Ernst Jünger
15.00 Ulrich Fröschle, Poesie in schwierigen Zeiten. Die Brüder Jünger in den 30er Jahren – Dazwischen: Michael König liest FG Jünger, Der Mohn
16.00 Kaffepause
17.00 Mitgliederversammlung
20 Uhr Abendveranstaltung:
Helmuth Kiesel, Auf den Marmorklippen – die kritische Edition: ein Ausblick
Michael König (Burgtheater Wien) liest aus den „Marmorklippen“
Sonntag, 9. April
9.30 Karin Tebben, Ikonographien eines intellektuellen Kriegers
10.30 Matthias Schöning, Kunst der Perspektive. Erzählen und Implizieren in Jüngers „Auf den Marmorklippen“
11.45 Schlußkonzert im Jünger-Haus: Hans-Eberhardt Dentler spielt J.S. Bach
13.00 Mittagessen
Mokka im Stauffenberg’schen Schloß
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Sich selbst gehören

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Was bedeutet es, sich nicht selber zu gehören? Es kann meinen, sich einem anderen Menschen hinzugeben. Es kann aber auch bedeuten, nicht mehr Herr über sich selbst zu sein. Beide Bedeutungen sind im Netz der Technik wirksam. Wir geben uns der Technik bedingungslos hin. Wir liefern uns ihr aus. Sie ist der Körper, mit dem wir uns vereinigen. Indem wir das tun, verschwenden wir uns selbst. Weiterlesen

Wolfsbichl. Ein Beginn

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Am Morgen eines Frühsommertages war das Schloß plötzlich verschwunden. Gleichsam über Nacht. Es war einfach nicht mehr zu sehen. Tags zuvor noch leuchtete seine weiße Fassade mit der grünen, zwiebelförmigen Haube vom Hügel herab in die Ebene. Jetzt war da nur noch so etwas wie eine undeutliche, grüne Wand – so weit man es aus dieser Entfernung mit dem bloßen Auge erkennen konnte. Es schien, als habe jemand mit einem riesigen Farbpinsel das Loch im Wald, in dem das Schloß stand, einfach zugemalt.

Vitus bemerkte das Verschwinden des Schlosses aus den Augenwinkeln. Doch schnell senkte er seinen Blick wieder auf den Feldweg, auf dem die Prozession langsam, im feierlichen Gleichschritt dahinzog. Hatte ihnen der Pfarrer doch vorher noch eindringlich eingebläut, nur nicht in der Gegend herumzuschauen, sondern dem Herrn zu folgen. Sie sollten sich auf die Gebete konzentrieren, die jetzt wie eine rhythmisierte Wortwolke über der Prozession schwebten, ein monotones Summen, das abwechselnd aus dem rechten und aus dem linken Glied der Prozession kam. „Bitt für uns…“. Am Rande des Weges wirbelten Lerchen durch die Luft. Weiterlesen

AfD – Analoges für Deutschland

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Der Ursprung der AfD wird gerne aus dem Versagen der sogenannten „Volksparteien“ heraus erklärt. Das ist falsch. Das schnelle Erstarken der AfD und vergleichbarer Parteien in anderen europäischen Ländern ist durch reine Abwanderbewegungen von Wählerlagern nicht zu erklären. In ihm entlädt sich vielmehr fanalartig ein tiefer wurzelndes, existentielles Unbehagen gegenüber der Veränderung der Welt, das auf die mit Lichtgeschwindigkeit voran schreitende Digitalisierung zurück zu führen ist. Denn der Moment, an dem die AfD Fahrt aufnahm, fällt mit dem allgemeinen Heraufdämmern der Erkenntnis zusammen, daß die globale Digitalisierung und der globale Kapitalismus ein und dasselbe sind. Weiterlesen

Unsere Moslems

Ich frage mich, ob wir nicht gerade dabei sind, in unseren öffentlichen Diskursen und auch in unseren Köpfen eine islamistische Gesellschaft zu konstruieren, die es so gar nicht gibt. Und das hat viel mit der Über-Medialisierung einer bestimmten Ausprägung des Islam, des politischen Islam, zu tun, der für jede Schreckensbotschaft herhalten muß. Weiterlesen

Entretien: François-Xavier de Boissoudy, Peintre

Boissoudy François Xavier

Comment êtes-vous venu à la foi chrétienne?
Par mes parents, par le long travail souterrain que Dieu accomplit chaque jour, et par l’émerveillement reçu lorsqu’un jour j’ai été touché par Sa présence.

Dans quelle mesure votre oeuvre est-elle influencée par votre biographie?
Dans la mesure où l’émerveillement est la source de mon travail de peintre. J’ai repris inconsciemment les éléments de cet après-midi là, faite de guérison intérieure et aussi la belle lumière de cette journée de printemps. À partir de ce moment-là, j’avais quelque chose à raconter pour toute une vie de peintre. Weiterlesen