Mörike (am Grab von Schillers Mutter)

Mörike (am Grab von Schillers Mutter)

Seine Hand
behutsam hebt sie
ein Kissen von Moos
aus der einstmals
scharf, kantiggemeißelten
nun aber
rosenwildweichen
Schrift
auf dem halb ins Erdreich
abgesunkenen
Grabstein,
schlafwelkes Rund
ungelesener Einsamkeiten.

Seine Hand
nachdenklich langt sie
die Feder heran
zögernd
am Tisch vor dem Fenster-
kreuz
davor
Kakteen, Steine
lesbar gemachtes Fossil
und sich
nun
fügend zur
Schrift:
(1991)

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